Wer trifft den richtigen Ton?

Alle Jahre wieder … beglückt uns Apple mit einem Weihnachtsspot. Und wie immer erleben wir großartiges Storytelling. Schöne Geschichte, herrlich inszeniert. Und wenn’s emotional werden soll, dreht es sich nicht um die Produkte, sondern viel mehr um das, was man mit ihnen machen kann. Und das kann man eigentlich mit jedem anderen Teil auch. Nur erzählen das nur wenige Marken so schön wie Apple.

2014 geht es im Clip um das Erinnern an längst vergessene Momente – was sehr rührend inszeniert ist. Eine Freundin beschwerte sich sogar, ich würde ihr immer nur Links zum Heulen schicken. Im Jahr zuvor staunten alle nicht schlecht über den missratenden Enkel, der ständig nur auf sein Handy starrte. Die Auflösung vermittelte dann natürlich auch wieder ein herrlich warmes Weihnachtsgefühl.

Selbstverständlich hat Apple das gute Storytelling nicht für sich alleine gepachtet. Auch andere Marken erreichen unsere Gefühle und erzählen schöne Geschichten, die uns bewegen. Aber oft sind es die feinen Details, die den Unterschied ausmachen.

Als Beispiel erinnere ich gerne an den Vodafone-Clip des Jahres, in dem eine Enkelin die To-Do-Liste ihres Opas nach und nach abhakt – und ihn daran teilhaben lässt. Wunderschöne Idee. Nur warum musste über so eine emotionale Story ein derart aufdringliches Popgedudel gekleistert werden? Kampagnen-Song nennt Vodafone das. Zielgruppen-Anbiederung nenne ich das. Hätte nicht sein müssen.

Apple Weihnachten 2014 – The Song

Apple Weihnachten 2013 – Missunderstood

Vodafone Werbung 2014 – Was würdest du tun, wenn du alles kannst?