Wie wird’s richtig episch?

Die Tricks und Kniffe von Regisseuren interessieren mich ja immer. Warum wirkt eine Szene besonders? Warum fühle ich mich gerade klein, ängstlich, auserwählt, mutig? Warum bekomme ich jetzt eine Gänsehaut?

Eine beliebte Art der Inszenierung ist der Back-to-the-Camera-Shot. Dabei steht der Protagonist mit dem Rücken zur Kamera. Wir sehen seinen Gesichtausdruck nicht. Wir sehen nicht, was er gerade fühlt. Wir, die wir hinter ihm stehen, müssen unsere eigenen Gefühle finden und definieren. Das wirkt.

Außerdem ist diese Art der Aufnahme bestens geeignet, um besonders epische Momente darzustellen. Der Protagonist und wir – wir sind klein in diesem Moment. Sehr klein. Umso größer ist die Wirkung.

Plot Point Productions hat einige der besten Back-to-the-Camera-Shots aus bekannten Filmen zu einem SuperCut zusammengeschnitten. Großartig. Episch. Wobei, sie hätten auch Katzenvideos zusammenschneiden können. Denn den epischen Effekt verstärkt auch die Musikauswahl. Mit Mobys „God Moving Over the Face of the Waters“ wirkt letztlich alles größer als groß. Das Stück hatte ich übrigens sehr lange als Klingelton am Handy. Wow, wie wichtig war da jeder Anruf …

Ich wünsche ein episches Vergnügen.

„God Moving Over the Face of the Waters“ by Moby – gibt es hier: